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Hochwasser- Helferfest

Datum: 21.10.2010
Rubrik: Archiv

Die Bilder der Flut an der Schwarzen Elster im Herbst dieses Jahres sind noch ganz frisch in Erinnerung. Das Hochwasser ist nicht nur in die Annalen der Landkreisgeschichte, sondern auch der betroffenen Kommunen eingegangen. Anders als etwa beim Elbehochwasser waren 179 Kilometer Deiche an der Schwarzen Elster und den Nebenflüssen zu beobachten. „Das war diesmal die ganz besondere Herausforderung für uns alle. Wahrlich eine Mammutaufgabe. Und wir haben sie dank der zeitweise bis zu 2.000 Helfer gemeinsam bewältigt und sind so noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen“, sagte Landrat Christian Jaschinski in seiner Ansprache vor über 1.500 Gästen, die am 16. Oktober ins Festzelt nach München gekommen waren.

Zur Dankeschönveranstaltung des Landkreises zu Ehren der vielen Hochwasserhelfer begrüßte der Landrat u. a. den Bundestagsabgeordneten Michael Stübgen und Brandenburgs Innenminister Dr. Dietmar Woidke. Ihr großes Dankeschön galt den vielen Helfern und Einsatzkräften aller Couleur, die bis zur physischen Erschöpfung rund um die Uhr versucht haben, eine noch größere Katastrophe abzuwenden, zu helfen und einfach da zu sein, wo Hilfe am nötigsten gebraucht wurde. „Trotz vieler angespannter, teils sogar dramatischer Situationen, zum Beispiel bei der Deichüberströmung in Wahrenbrück oder bei der Evakuierung eines Teils von Elsterwerda, sollten wir eines wirklich nicht vergessen: Es gab keine menschlichen Opfer zu beklagen. Diese Tatsache erfüllt uns alle mit großer Erleichterung und Dankbarkeit“, sagte Christian Jaschinski.

Die Solidarität reichte sogar bis ins benachbarte Polen. Im Herzberger Ortsteil Frauenhorst unterstützten neun Kameraden der Feuerwehr aus der Woiwodschaft Lubuskie die Pumparbeiten. Sie hatten dazu ihre Technik mitgebracht. Die Unterstützung basierte auf einem Abkommen zur gegenseitigen Hilfeleistung bei Großschadensereignissen zwischen dem Land Brandenburg und Polen.

Als Ausblick kündigte der Landrat an: „Wir müssen prüfen, welchen Anteil wir Menschen daran haben, dass es so schlimm kommen konnte. Was in den vergangenen Jahrzehnten verursacht oder versäumt wurde, müssen wir durch entschlossenes politisches Handeln ändern. Wir stehen vor einer gewaltigen Aufgabe. Ich glaube, dass wir diese Herausforderung bestehen können, wenn wir sie als gemeinsamen und dauerhaften Auftrag begreifen.“

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